Österreich hat Talent

Eine unkonventionelle Talent-Show

Menschen mit anderer Hautfarbe, anderen Berufen oder anderen sexuellen Vorlieben als den als „normal“ betrachteten, ältere Menschen, Ausländer, Frauen, Mütter,  Kinder und Behinderte haben weniger Stimme in der Gesellschaft. In der Recherche zu dieser Thematik beschäftigten wir uns mit philosophischen Essays von Iris Marion Young, Susan Moller Okin und deren KollegInnen.

Inspiriert ist das Stück von der Britischen Casting-Show „Britain’s Got Talent“. Im Gegensatz zu „Starmania“ oder „Deutschland sucht den Superstar“ ist hier der Fokus nicht ausschließlich auf junge und hübsche Gesangstalente gerichtet. Man lässt jeden Bewerber und jede Bewerberin, egal mit welchem Talent, zum Casting zu. Auch ältere KünstlerInnen bekommen ihre Chance, wie das überraschende Beispiel einer 48-jährigen schrulligen Sängerin, Susan Boyle, zeigte. Der Gewinner der Show darf seine künstlerische Darbietung vor der Queen präsentieren.
Die Suche nach den Protagonisten von Österreich hat Talent fand in den Bevölkerungsgruppen statt, die erwiesenermaßen weniger Stimme in der Gesellschaft haben.

Performt von Sieglinde Gerold, einer Gruppe von Menschen mit besonderen Bedürfnissen (Markus Wittmann, Mario Simoner, Christine Scheufler, Lothar Fritsch, Conny Eggerth), Immanuel Stürzebecher, Elke Pichler, Alexander Nantschev, Robert Siegel und Michael Flatz beleuchtet der Abend die unterschiedlichen Facetten des Wortes Talent. Talent ist nicht von Alter – die Darsteller sind zwischen 7 und 60 Jahren alt – oder gesellschaftlichem Status abhängig. So präsentieren sich Menschen mit besonderen Bedürfnissen auf der Bühne als Menschen mit besonderen Fähigkeiten.
Jeder der DarstellerInnen erhält einen etwa 5-minütigen Live-Act auf der Bühne. Interviews mit den beteiligten KünstlerInnen zum Thema Talent werden als Video projiziert.

Dank an Salome Zahedi, Violinistin des Tehran Symphony Orchestra.

Mit der Unterstützung des Landes Oberösterreich und der Stadt Wels

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